Ratgeber · Geld & Beruf

Stundenlohn aus Monatsgehalt korrekt berechnen

Monatsgehalt und Wochenarbeitszeit in einen vergleichbaren Stundenlohn umrechnen.

Stand 09/2026 · Redaktionell eingeordnet und mit nachvollziehbaren Beispielen.

Worum es bei Stundenlohn aus Monatsgehalt wirklich geht

Ein Monat hat nicht exakt vier Wochen. Für eine durchschnittliche Umrechnung werden 52,18 Wochen pro Jahr durch zwölf Monate geteilt, also rund 4,348 Wochen pro Monat. Das Monatsgehalt wird durch Wochenstunden mal 4,348 geteilt. Das Ergebnis bleibt brutto oder netto entsprechend der eingegebenen Gehaltsart.

Diese Angaben brauchst du

  • Regelmäßiges Monatsgehalt
  • Brutto oder netto eindeutig festlegen
  • Vertragliche Wochenarbeitszeit
  • Sonderzahlungen separat erfassen
  • Unbezahlte Mehrarbeit berücksichtigen
  • Vergleichbaren Zeitraum für mehrere Angebote

So gehst du bei der Rechnung vor

Multipliziere die vertraglichen Wochenstunden mit 4,348 und teile das Monatsgehalt durch diese durchschnittlichen Monatsstunden. Für den Vergleich von Stellen solltest du Sonderzahlungen, unbezahlte Mehrarbeit, Urlaub und Arbeitsweg getrennt betrachten. Der einfache Stundenlohn bewertet zunächst nur regelmäßiges Gehalt und Vertragszeit.

Ein konkretes Beispiel

3.500 Euro Monatsgehalt bei 40 Wochenstunden entsprechen rund 173,9 Monatsstunden. Der rechnerische Stundenlohn liegt bei etwa 20,13 Euro. Bei 35 Wochenstunden steigt der Wert bei gleichem Monatsgehalt deutlich, obwohl der Monatsbetrag unverändert bleibt.

PrüfpunktAnsatz oder RechenwegErgebnis oder Grundlage
Wochenfaktor4,348 verwendenJahresdurchschnitt
ArbeitszeitTatsächliche Mehrarbeit prüfenVertragsstunden
GehaltOhne EinmalzahlungenRegelmäßiger Monatswert

Diese Fehler verfälschen das Ergebnis

  • Monatsstunden nur mit vier Wochen berechnen
  • Bruttogehalt einer Stelle mit Nettogehalt einer anderen vergleichen
  • Bonus und Weihnachtsgeld ungeprüft monatlich verteilen
  • Unbezahlte Überstunden und Pendelzeit ausblenden

Was du aus dem Beitrag mitnehmen solltest

Die Beispiele und Rechner helfen dir, Größenordnungen zu verstehen und verschiedene Szenarien miteinander zu vergleichen. Bei Verträgen, Steuern, Finanzierung, medizinischen Fragen oder anderen verbindlichen Entscheidungen zählen aber immer die konkreten Unterlagen und die für deinen Fall geltenden Regeln.