Worum es bei Stundenlohn aus Monatsgehalt wirklich geht
Ein Monat hat nicht exakt vier Wochen. Für eine durchschnittliche Umrechnung werden 52,18 Wochen pro Jahr durch zwölf Monate geteilt, also rund 4,348 Wochen pro Monat. Das Monatsgehalt wird durch Wochenstunden mal 4,348 geteilt. Das Ergebnis bleibt brutto oder netto entsprechend der eingegebenen Gehaltsart.
Diese Angaben brauchst du
- Regelmäßiges Monatsgehalt
- Brutto oder netto eindeutig festlegen
- Vertragliche Wochenarbeitszeit
- Sonderzahlungen separat erfassen
- Unbezahlte Mehrarbeit berücksichtigen
- Vergleichbaren Zeitraum für mehrere Angebote
So gehst du bei der Rechnung vor
Multipliziere die vertraglichen Wochenstunden mit 4,348 und teile das Monatsgehalt durch diese durchschnittlichen Monatsstunden. Für den Vergleich von Stellen solltest du Sonderzahlungen, unbezahlte Mehrarbeit, Urlaub und Arbeitsweg getrennt betrachten. Der einfache Stundenlohn bewertet zunächst nur regelmäßiges Gehalt und Vertragszeit.
Ein konkretes Beispiel
3.500 Euro Monatsgehalt bei 40 Wochenstunden entsprechen rund 173,9 Monatsstunden. Der rechnerische Stundenlohn liegt bei etwa 20,13 Euro. Bei 35 Wochenstunden steigt der Wert bei gleichem Monatsgehalt deutlich, obwohl der Monatsbetrag unverändert bleibt.
| Prüfpunkt | Ansatz oder Rechenweg | Ergebnis oder Grundlage |
|---|---|---|
| Wochenfaktor | 4,348 verwenden | Jahresdurchschnitt |
| Arbeitszeit | Tatsächliche Mehrarbeit prüfen | Vertragsstunden |
| Gehalt | Ohne Einmalzahlungen | Regelmäßiger Monatswert |
Diese Fehler verfälschen das Ergebnis
- Monatsstunden nur mit vier Wochen berechnen
- Bruttogehalt einer Stelle mit Nettogehalt einer anderen vergleichen
- Bonus und Weihnachtsgeld ungeprüft monatlich verteilen
- Unbezahlte Überstunden und Pendelzeit ausblenden
Was du aus dem Beitrag mitnehmen solltest
Die Beispiele und Rechner helfen dir, Größenordnungen zu verstehen und verschiedene Szenarien miteinander zu vergleichen. Bei Verträgen, Steuern, Finanzierung, medizinischen Fragen oder anderen verbindlichen Entscheidungen zählen aber immer die konkreten Unterlagen und die für deinen Fall geltenden Regeln.