Ratgeber · Geld & Beruf

Mehrwertsteuer: Netto, Steuerbetrag und Brutto berechnen

Mehrwertsteuer mit 19 oder 7 Prozent vorwärts und rückwärts korrekt zwischen Netto und Brutto berechnen.

Stand 09/2026 · Redaktionell eingeordnet und mit nachvollziehbaren Beispielen.

Worum es bei Mehrwertsteuer wirklich geht

Beim Netto-zu-Brutto-Rechnen wird der Steueranteil auf den Nettobetrag aufgeschlagen. Beim Rückwärtsrechnen ist die Steuer bereits im Bruttopreis enthalten. Deshalb darf sie nicht einfach mit 19 oder 7 Prozent vom Brutto abgezogen werden. Stattdessen wird der Bruttopreis durch 1,19 beziehungsweise 1,07 geteilt.

Diese Angaben brauchst du

  • Ausgangsbetrag eindeutig als netto oder brutto
  • Anwendbarer Steuersatz
  • Richtige Rechenrichtung
  • Steuerbetrag als Differenz
  • Einheitliche Rundungsregel
  • Belege für geschäftliche Buchungen

So gehst du bei der Rechnung vor

Für Brutto aus Netto multiplizierst du den Nettobetrag mit eins plus Steuersatz. Für Netto aus Brutto teilst du durch denselben Faktor. Der Steuerbetrag ist jeweils die Differenz zwischen Brutto und Netto. Wähle den Steuersatz anhand der konkreten Ware oder Leistung; der Rechner entscheidet nicht über die steuerliche Einordnung.

Ein konkretes Beispiel

100 Euro netto ergeben bei 19 Prozent 119 Euro brutto. Ausgangspunkt 119 Euro brutto: 119 geteilt durch 1,19 ergibt 100 Euro netto. 19 Prozent von 119 wären dagegen 22,61 Euro und somit die falsche Rückrechnung.

PrüfpunktAnsatz oder RechenwegErgebnis oder Grundlage
100 Euro nettoFaktor 1,19119 Euro brutto
119 Euro bruttoDivision durch 1,19100 Euro netto
SteuerbetragBrutto minus Netto19 Euro

Diese Fehler verfälschen das Ergebnis

  • 19 Prozent direkt vom Bruttopreis abziehen
  • Steuersatz ohne Prüfung auswählen
  • Netto- und Bruttowerte in einer Liste mischen
  • Centbeträge in jedem Zwischenschritt unterschiedlich runden

Was du aus dem Beitrag mitnehmen solltest

Die Beispiele und Rechner helfen dir, Größenordnungen zu verstehen und verschiedene Szenarien miteinander zu vergleichen. Bei Verträgen, Steuern, Finanzierung, medizinischen Fragen oder anderen verbindlichen Entscheidungen zählen aber immer die konkreten Unterlagen und die für deinen Fall geltenden Regeln.