Bevor du nach Objekten suchst
Zum Kaufpreis kommen regelmäßig Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten; bei vermittelten Objekten kann zusätzlich eine Maklerprovision anfallen. Diese Positionen müssen häufig überwiegend aus Eigenkapital bezahlt werden. Der korrekte Prozentsatz hängt unter anderem vom Bundesland, vom Vertrag und von der Provisionsvereinbarung ab.
Diese Zahlen entscheiden über deinen Spielraum
- Kaufpreis als Bezugsgröße
- Grunderwerbsteuersatz des Bundeslands
- Notar- und Grundbuchkosten als Planwert
- Makleranteil laut Exposé und Vertrag
- Kosten für Finanzierung, Gutachten oder Genehmigungen
- Separates Budget für Renovierung und Umzug
So wird aus einem Wunschbudget eine belastbare Planung
Berechne jede prozentuale Position einzeln auf Basis des Kaufpreises und addiere anschließend die festen Zusatzkosten. Trenne obligatorische Erwerbskosten von späteren Renovierungen, Umzug und Ausstattung. Dadurch bleibt erkennbar, welcher Betrag für den Eigentumsübergang nötig ist und welches Budget nach dem Kauf für Maßnahmen verfügbar bleibt.
Was ein realistisches Beispiel zeigt
Bei 300.000 Euro Kaufpreis führen 5 Prozent Grunderwerbsteuer, 2 Prozent für Notar und Grundbuch sowie 3,57 Prozent Maklerprovision zu 31.710 Euro Kaufnebenkosten. Der gesamte Kapitalbedarf vor Renovierung beträgt damit 331.710 Euro. Schon ein Prozentpunkt Unterschied verändert den Bedarf um 3.000 Euro.
| Prüfpunkt | Ansatz oder Rechenweg | Ergebnis oder Grundlage |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | Höheren Landeswert prüfen | Gültigen Satz verwenden |
| Notar/Grundbuch | Mit Reserve planen | Konkrete Kostenrechnung |
| Makler | Vollen Käuferanteil | Vereinbarte Provision |
Wo Immobilienrechnungen häufig zu optimistisch werden
- Mit einem pauschalen deutschen Durchschnittssatz rechnen
- Maklerprovision aus dem Exposé nicht auf Käuferanteil prüfen
- Renovierungskosten mit Erwerbsnebenkosten vermischen
- Die Eigenkapitalanforderung der Bank erst nach Reservierung klären
Was du aus dem Beitrag mitnehmen solltest
Die Beispiele und Rechner helfen dir, Größenordnungen zu verstehen und verschiedene Szenarien miteinander zu vergleichen. Bei Verträgen, Steuern, Finanzierung, medizinischen Fragen oder anderen verbindlichen Entscheidungen zählen aber immer die konkreten Unterlagen und die für deinen Fall geltenden Regeln.